Prädikat ‚besonders wertvoll‘

FBW-Pressetext:

Die Hochbrücke Brunsbüttel ist mit 2831 Metern eine der längsten Brücken Deutschlands. Sie führt über den Nord-Ostseekanal, ist vierspurig befahrbar und damit einer der wichtigen Verkehrsknotenpunkte der Region. Der Filmemacher Karsten Wiesel porträtiert diese Hochbrücke. Doch er beschränkt sich nicht auf Außenaufnahmen. Er führt den Betrachter hinein in das Herz der Brücke, begleitet Bauingenieure bei der Stabilitätskontrolle, fährt den Weg eines Kraftfahrzeugs über der Brücke nach, wählt den Blick unter der Brücke und den vom Ufer des Kanals aus und beobachtet, wie Autos auf und Schiffe unter ihr hindurchfahren. Dazu mischen sich Geräusche. Geräusche, die die Brücke macht, Geräusche, die um die Brücke herum gemacht werden. Aus dieser Melange von Bild und Ton entsteht so in nur 12 Minuten ein unglaublich dichtes, atmosphärisch stimmiges Porträt des Bauwerks, das trotz seiner sehr sachlichen und praktischen Konstruktionsweise eine fast majestätische und auch sogartige Wirkung auf den Betrachter ausübt. Auf eine solch künstlerische und auch packende Weise ist eine Brücke noch nie inszeniert worden. Ein audiovisuelles Kunstwerk.

Und hier findet man: die Begründung der Jury

K3 FILM FESTIVAL

Jury´s statement:
The K3 international Short Film Award 2015 (1.500 EUR) goes to BRUNSBUETTEL BRIDGE by Karsten Wiesel because of its curious, intelligent and equal treatment of both, sound and the visual aspect, which are engaged in interplay, an orchestrated symphony. The technical brilliance of the film is convincing; architectural details and passion of the maintenance workers were put together with great thought into a round concept. Seen metaphorically, the bridge connects more than two different sides of the river.

Film-Kunst-Fest Schwerin

„Der forschende, ungemein präzise Blick der Kamera auf eine Autobahnbrücke wird kombiniert mit einer Tonebene, die ausschließlich aus vorgefundenen Geräuschen eine eigene Welt, eine eigene Dramaturgie erschafft. So wird ein unspektakulärer Ingenieursbau, wie man ihn an vielen Stellen Deutschlands in der Landschaft stehen sieht, zu einem Wesen, das direkt körperlich erlebbar wird.“

Jurybegründung zum Hauptpreis im Kurzfilmwettbewerb gestiftet von der Landeshauptstadt Schwerin überreicht von Angelika Gramkow, Oberbürgermeisterin
Jury: Thomas Bartels, Philipp Döring, Stephanie Stremler

Preisverleihung des 25.Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Den Preis fŸr den Besten Kurzfilm im Wettbewerb, gestiftet von der Landeshauptstadt Schwerin an Karsten Wiesel fuer HOCHBRUECKE BRUNSBUETTEL ueberreicht von Angelika Gramkow, Oberbuergermeisterin der Landeshauptstadt Schwerin

Kurzfilmpreis in Kiel

Begründung der Jury bestehend aus Maureen Adlawan, Maya Connors, Astra Zoldnere:

„Die Hochbrücke Brunsbüttel ist selbst die Protagonistin des Films. Als monströser Klangkörper schwingt sie mit ihrer Eigenfrequenz und wird zu einem lebendigen Wesen, dass den Zuschauer selbst in Schwingungen und Vibration versetzt.“

 trophee_FFSH